Verabschiedung der Studenten 2011
Nils, Montag, 25. Juli 2011, 07:30
Abgelegt unter: AUCA

Im Juni war es nun wieder so weit. Der AUCA Abschlussjahrgang 2011 hatt seine letzten Prüfungen erfolgreich hinter sich gebracht und Bachelor- und Masterarbeiten verteidigt. Nun war es also an der Zeit die Studenten feierlich zu verabschieden, zumal es der erste Jahrgang war, der nicht nur ein kirgisisches Diplom sondern auch einen offiziellen amerikanischen Bachelor unserer Partner-Uni Bard College erhielt.

Die offizielle Feier fand in der Philharmonie statt und war wie immer sehr förmlich – nicht nur was die Talare sondern auch den Ablauf anging. Zunächst gab es ein knapp anderthalbstündiges Symphonikonzert, unter anderem mit Beethovens Egmont-Ouvertüre, gespielt vom Nationalen Symphonieorchester Kirgisistans unter der Leitung des Präsidenten des Bard College Leon Botstein – ein sicherlich nicht nur für ihn außergewöhnliches Erlebnis.

Die eigentliche Zeremonie begann nach dem Konzert mit dem Einmarsch des Universitätsrates, der Professoren und schließlich der Abschlussklasse. Wie üblich wurden zunächst die an der Universität vertretenen Länder mit einem Einmarsch der Flaggen gewürdigt, bevor es an eine ganze Reihe von offiziellen Reden ging. Zwar hatte die Präsidentin Rosa Otunbajeva erneut in letzter Minute abgesagt, doch wurde sie immerhin vom Bildungsminister vertreten, der aber nichts Bedeutendes beizutragen hatte. Interessanter war dagegen die Rede des von Leon Botstein, der die besondere Bedeutung der Jugend für den Fortschritt – gerade in einem jungen, sich im Umbruch befindenden Land wie Kirgisistan – hervorhob. Zur Feier des Tages erhielt er eine Ehrenprofessor an der AUCA.

Es folgte die Auszeichnung der besten Absolventen sowie die feierliche Übergabe der Diplom- und Bachelor-Urkunden – eine Zeremonie die sich bei 250 Absolventen eine gute Stunde hinzog. Anschließend nutzte Der Präsident der AUCA Andrew Wachtel noch einmal die Möglichkeit, ein letztes Mal ein Wort an die scheidenden Studenten zu richten und ihnen die auf ihren Schultern ruhende Verantwortung für dieses, ihr Land vor Augen zu führen. Er appelierte an sie, die politische Zukunft des Landes aktiv mitzugestalten.

Nach dem Ende dieser letzten Rede, durften die Studenten schließlich die Bändel an ihren Hüten von der linken auf die rechte Seite hinüberwerfen, als Zeichen ihrer nun erworbenen und bewiesenen akademischen Reife. Der Saal leerte sich und die Studenten sammelten sich ein letztes Mal gemeinsam auf den Stufen der Philharmonie um eine letzte rituelle Handlung zu vollführen:


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